DIE PHILIPPINEN

Die Philippinen – Ein riesiger Archipel voller tropischer Inseln, bunten Korallenriffen und lebensfrohen Einheimischen machen das Tauchen und den Aufenthalt zu einer wahren Freude. Hier ein paar Hintergrundinfos.

Die Philippinen sind eine Inselgruppe, bestehend aus 7107 Inseln in Südostasien, westlich von Vietnam und südlich von China. Westlich der Philippinen befindet sich der Philippinengraben, der mit einer Tiefe von über 10,000 Metern der zweittiefste Meeresgraben der Erde ist und in den Mariannengraben mündet. Kein Ort auf den Philippinen ist mehr als 200km vom Meer entfernt (interessanterweise können die wenigsten Filipinos schwimmen). Die Korallenriffe entlang der Küste bieten weltweit eine einzigartige Biodiversität an Fischen, Krustentieren und Weichtieren.

Der Archipel im Pazifischen Ozean bildet den fünftgrößten Inselstaat der Welt und hat mittlerweile 100 Millionen Einwohner.  Von den mehr als 7000 Inseln sind ca. 880 bewohnt.

Die Hauptstadt der Philippinen ist Manila, die Währung Philippinische Pesos. Es werden 171 Sprachen gesprochen, doch die Amtssprache ist Englisch und damit kommt man überall gut klar.

Die Philippinen werden in drei größere Regionen unterteilt.

  • Die nördliche Inselgruppe Luzon mit den Hauptinseln Luzon, Mnidoro, Masbate und Palawan.
  • Die mittlere Inselgruppe der Visayas mit Cebu, Bohol, Negros, Panay, Leyte, Samar und Siquijor
  • Die südliche Inselgruppe Mindanao mit Basilan, den Sulu- und den Jolo Inseln

DIE INSELGRUPPE DER VISAYAS

Die Inselgruppe der Visayas liegt im Zentrum der Philippinen. Sie wird nördlich von der Inselgruppe Luzon und südlich von den Mindanao zugehörigen Inseln eingegrenzt. Die Visayas wurden bislang in drei Regionen gegliedert: Den Western Visayas mit den Inseln Panay und Guimaras sowie das bekannte Boracay, den Central Visayas mit den Inseln Cebu, Bohol und Siquijor und den Eastern Visayas mit den Inseln Leyte und Samar. Im Mai 2015 neu dazugekommen ist die Negros Island Region (NIR), das früher in Negros Occidental und Negros Oriental aufgeteilt war.

DAS KORALLENDREIECK

Das riesige Meeresgebiet mit einer Fläche über 5 Millionen Quadratkilometern, dass als Korallendreieck (coral triangle) bezeichnet wird, erstreckt sich von den Salomonen über Neuguinea und Borneo bis zum Norden der Philippinen.

Das Korallendreieck mit seiner unglaublichen Meeresfauna und -flora ist Heimat von 75 Prozent aller Korallenarten und und mehr als 3000 verschieden Fischarten. Es ist das Gebiet mit der höchsten biologischen Vielfalt an Meereslebewesen der Erde, das Zentrum der marinen Artenvielfalt.

Das Tauchen in den Philippinen ist eine reine Freude denn der Archipel beherbergt das artenreichste Meeresbiotop weltweit. Hier leben 164 Arten von Knorpelfischen, über 2,000 Arten von Meeresweichtieren, über 10,000 Arten von wirbellosen Meeresbewohnern, 25 Arten von Meeressäugetiere, fünf Arten von Meeresschildkröten und 17 Arten von Seeschlangen.

Die tropischen Korallenriffe, auch als Regenwälder der Meere bezeichnet, machen die Philippinen zum siebten Himmel für Taucher. Mit über 480 Arten von Steinkorallen und über 1700 Arten von Rifffischen kann man bei fast jeden Tauchgang etwa neues entdecken.

https://de.wikipedia.org/wiki/Biodiversität_der_Philippine

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DAS KLIMA

Das Klima in den Philippinen ist naturgemäß tropisch feucht warm und wird grob in 4 Kategorien eingeteilt (siehe Grafik).

Die Monsunwinde Amihan (Nordostmonsun, von November bis Mai) und Habagat (Südwestmonsun, von Juni bis Oktober) haben starken Einfluss auf das Wetter und die Niederschläge, je nach Region.

Die Jahreszeiten sind in den Bereichen, in denen unsere Safaris stattfinden, nicht sehr ausgeprägt (TYPE III). Es ist relativ trocken von November bis April, relativ nass in den restlichen Monaten. Nach unseren Erfahrungen ist der Mai noch immer sehr trocken.

Generell liegen die Tagestemperaturen immer bei 30C – 32C und variieren wenig. Nachts kann es sich bis auf 21-25C „abkühlen“. Die Wassertemperaturen schwanken zwischen 26C und 30C, liegen jedoch im Durchschnitt bei 27C.

Außerdem kann es in den Monaten September bis Dezember zur kurzfristigen Wetterverschlechterungen kommen, da in dieser Zeit die Möglichkeit besteht, dass Taifunausläufer das Wetter großflächig beeinflussen. Da die Inseln, die auf Tauchsafaris angefahren werden, jedoch außerhalb des Taifungürtels liegt, sind diese Störungen meist minimal und von geringer Dauer.

Leider gehören die Philippinen aber auch zu den Ländern, deren Bevölkerung und Biodiversität vom Klimawandel betroffen werden; Wettervorhersagen können daher recht unzuverlässig sein, vor allen Dingen die, die auf den lokalen Wetterdienst PAGASA beruhen.

DIE GESCHICHTE

Die Philippinen unterhielten schon vor der Ankunft der Spanier und des Portugiesen Ferdinand Magellan im Jahre 1521 viele Handelsbeziehungen zu China, Malaysia und Indonesien.

Historische Aufnahme - Philippinen

1542 wurden den Inseln zu Ehren des spanischen Infanten und späteren Königs Philipp II „Las Islas Filipinas“ benannt.

1896 kam es zu Befreiungskämpfen gegen die spanische Kolonialmacht, die jedoch erfolglos blieben. Doch 1898 erklärte Spanien den USA den Krieg und verlor diesen. Infolge dessen traten die Spanier die Philippinen an die Amerikaner ab und die philippinischen Unabhängigkeitskämpfer kämpften von nun an gegen die neuen Besatzer im philippinisch-amerikanischem Krieg, den die Revolutionäre 1902 verloren. Die Philippinen wurden dann nach der Kapitulation eine amerikanische Kolonie.

1935 erhielten die Philippinen den Status eines halbautonomen Commonwealth. 1941 besetzten dann die Japaner die Philippinen, die Amerikaner konnten sie jedoch 1945 zurück erobern. 1946 wurden die Philippinen in die Unabhängigkeit entlassen. Von 1965 bis 1986 herrschte Ferdinand Marcos (der Schlächter von Manila) im Land und richtete es systematisch zu Grunde. Er wurde 1986 aus dem Land gejagt. Von 1986 bis heute herrscht wieder eine Art Demokratie.

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DIE RELIGION

Religion und auch Aberglauben spielen in den Philippinen, dem größten christlichen Land in Südost-Asien, eine sehr große Rolle.

Sinolug - Ein ausgelassenes Fest in Cebu mit religiösem Hintergrund

Der größte Teil der Bevölkerung ist katholisch. Eine kleine Minderheit ist moslemisch und sorgt des öfteren für Unruhen in den südlichen Inselgruppen (Mindanao und das Sulu-Archipel).

Ca. 83% der Filipinos sind Katholiken. Damit ist das Land das größte christliche (und katholische) Land in Asien. Die katholische Kirche hat auch einen beträchtlichen Einfluss auf die Politik sowie auf die philippinische Gesellschaft, z. Bsp. führt sie einen erfolgreichen Kampf gegen Gesetze für moderne Verhütungsmethoden und Sexualaufklärung in den Schulen. Die Philippinen sind auch weltweit das einzige Land in dem man sich nicht scheiden lassen kann, vom Vatikan mal abgesehen. Das gilt, wie die meisten Gesetze, hauptsächlich nur für den mittellosen Teil der Gesellschaft.

Im Westen der Insel Mindanao und in der Sulusee ist der Islam weit verbreitet. Circa 4 Millionen Filipinos sind Moslems, ein kleiner Teil von ihnen ist radikalisiert und sorgt mit terroristischen Aktionen immer wieder mal für viel Leid und internationale Schlagzeilen.

Die meisten Filipinos sind auch sehr abergläubisch und sind von der Existenz von Geister, Dämonen und mythologische Fabelwesen wie Vampiren und Gestaltwandlern (Aswang, Manananggal) felsenfest überzeugt.